Zuversichtlich ins neue Jahr – ein Rückblick auf 2020

Dieses vergangene Jahr 2020 dürfte wohl eines der verrücktesten Jahre mit der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung weltweit gewesen sein. Wie erging es der spo-comm in diesem Jahr und was steht im nächsten Jahr an? Wir haben CEO Michael Sporrer und CMO Bernd Moosmüller um eine Zusammenfassung gebeten.

spo-comm Marketing: Hi Michael, hi Bernd, und herzlich willkommen zum diesjährigen Jahresabschlussinterview. Allein die Tatsache, dass wir dieses Mal über Teams zusammensitzen und nicht im Besprechungszimmer der spo-comm, spricht wohl Bände. Erzählt mal, wie ist es euch so ergangen?

Michael Sporrer: Ich habe wohl noch nie so wenige Leute im Büro gesehen, wie dieses Jahr und es war in allen Belangen sehr herausfordernd. Das ganze Corona-Thema hatte wirklich einen erheblichen Einfluss auf unsere Arbeitsweise. Mit Beginn des Lockdowns haben wir Vertrieb und Marketing erstmal überwiegend ins Home-Office geschickt. Glücklicherweise hatten wir bereits voriges Jahr im Oktober mit der Einführung von Microsoft Teams begonnen. Das erleichtert die Kommunikation in diesen schwierigen Zeiten enorm. Und auch in unserer Produktion gab es viel zu beachten. Die erforderlichen Mindestabstände hatten zur Folge, dass weniger Leute gleichzeitig arbeiten konnten. Das hatte wiederum Auswirkungen auf die gesamte Produktionsplanung. Trotzdem gibt unsere Produktion alles um die Aufträge in der gewohnten Zeit und Qualität auszuliefern. Da bin ich echt begeistert.

Bernd Moosmüller: 2020 war wirklich eine Herausforderung für alle, vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber alle haben extrem flexibel reagiert, sodass wir von daheim aus eigentlich fast genauso weitermachen konnten wie vorher.  Und wir konnten weiter ausliefern. Für unsere Kunden war kein Unterschied zu merken: Preise und Lieferzeiten blieben gleich und auch bei unseren Serviceleistungen mussten wir keine Abstriche machen.

Michael Sporrer: Ich finde wir haben eine gute Balance hinbekommen. Es ist uns wichtig die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Gleichzeitig musste aber auch das Geschäft weiterlaufen, nicht zuletzt um die Arbeitsplätze zu erhalten. Einige unserer Stammkunden haben mit enormen Einbußen zu kämpfen, da Branchen wie Veranstaltungstechnik und Messebau sehr unter der Krise leiden. Gleichzeitig konnten wir neue Industriekunden mit großem Potenzial gewinnen, sodass wir im Großen und Ganzen, und vor allem angesichts der Umstände, zufrieden sind, wie das Jahr für uns gelaufen ist.

Marketing: Und wir konnten sogar neue Kollegen einstellen!

Michael Sporrer: Ja genau, Victor Mention ersetzt unsere bisherige Assistentin der Geschäftsführung und Kim Schrickel, die bei uns ihre Ausbildung als Kauffrau für IT-Systemmanagement macht, ist eine große Unterstützung für den Vertrieb. Es ist natürlich schwierig für eine Auszubildenden, nicht mit den direkten Ansprechpartnern zusammen im Büro, sondern im Home-Office zu sitzen, aber Kim macht das richtig gut. Ich bin sehr zufrieden mit den Neuen.

Bernd Moosmüller: Ich auch! Und das obwohl es zu Beginn bestimmt nicht einfach für die beiden war. Das ist schon wild, wenn man neu ins Büro kommt und alle hauen ab (lacht). Aber sie bringen sich beide richtig gut ein und arbeiten selbstständig. Das waren echte Glücksgriffe!

Marketing: Lasst uns nochmal ein bisschen zurückschauen: Im Februar waren wir ja zum letzten Mal auf der ISE in Amsterdam. Wie hab ihr das erlebt?

Bernd Moosmüller: Die Teilnahme war gut, aber jetzt hat die Messe doppelt ihren Reiz verloren. Wir hatten uns schon vor Corona mehr oder weniger entschieden, nicht mehr teilzunehmen, weil Barcelona logistisch schwierig ist. Nun ist es fraglich ob die ISE nächstes Jahr überhaupt noch stattfindet, ja, ob sich das Thema Präsenzmessen nicht eh erledigt hat. Wir suchen daher schon länger nach neuen Kommunikationswegen zum Kunden, sei es virtuell oder, wenn wieder erlaubt, vor Ort.

Marketing: Und wie sieht es mit Produktneuvorstellungen aus?

Bernd Moosmüller: Leider gab es im vergangenen Jahr nur wenige Produktneuvorstellungen. Das liegt zum großen Teil daran, dass Intel zunehmend Schwierigkeiten hat zu liefern und Zusagen nicht einhalten kann. Daher gibt es auch nur wenige Entwicklungen auf Board-Ebene. Der Nachfolger für die Windbox II Quad kommt aber definitiv nächstes Jahr. Und vielleicht auch Produkte für neue Märkte und weitere Nachfolger.

Marketing: Zum Beispiel?

Bernd Moosmüller: (lacht) Muss ich jetzt Namen nennen? Ok, also in der RUGGED-Reihe kommt sicher was Neues, evtl.  auch in der KUMO-Reihe.

Michael Sporrer: Wir denken da über ein passives KUMO-Modell nach, aber mal sehen. Außerdem steht weiterhin im Raum mit Panel-PCs eine komplett neue Produktlinie wieder einzuführen. Das wäre auch für die Produzierende Industrie interessant.

Bernd Moosmüller: Voraussetzung ist aber, dass wir unser spo-comm System durchziehen können, das heißt, die Panel-PCs müssen für die Kunden individuell konfigurierbar sein. 

Marketing: Wir alle hoffen ja, dass die Corona-Krise irgendwann vorbei ist. Wie wird es dann mit Home-Office in der spo-comm weitergehen? 

Michael Sporrer: In der derzeitigen Situation finde ich Home-Office als flexibles Instrument super, es ist notwendig und es funktioniert auch gut. Ich bin aber der Meinung, dass es dem ganzen Firmenkonstrukt guttut, wenn man mehr im Büro ist. Für mich ist face-to-face Kommunikation extrem wichtig und ich finde die Firma lebt durch die Präsenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist aber auch so ein persönliches Ding. My home is my castle, (lacht) ich brauche einfach einen externen Arbeitsplatz um Beruf und Privates trennen zu können. 

Bernd Moosmüller: Die Flexibilität, die wir durch Home-Office gewinnen, finde ich großartig. Bei uns ist es aus der Not geboren und es läuft super. Ich glaube auch, dass es uns in Zukunft weiterhin begleiten wird. Natürlich hängt es immer von der jeweiligen Tätigkeit ab. Für konzeptionelle Arbeit hat es zum Beispiel große Vorteile, weil man einfach ungestört ist. Und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern oder weiten Anfahrten zur Arbeit ist es praktisch. Gleichzeitig müssen wir bedenken, dass es bei jedem zu Hause anders aussieht und wir das als Arbeitgeber auch nicht beeinflussen können. Nicht jeder hat ein eigenes Arbeitszimmer mit Schreibtisch und ergonomischen Stuhl. Insgesamt stehe ich dem ganzen aber sehr positiv gegenüber und bin neugierig, wie sich das noch weiterentwickelt.

Marketing: Ein Thema hätten wir noch, unseren Dauerbrenner: die neue Website... 

Bernd Moosmüller: Im Moment bin ich einigermaßen optimistisch und wage mal die Prognose: Wir kriegen das dieses Jahr noch hin!

Michael Sporrer: Ich würde mich freuen, wenn es mal losgeht. Es wäre wirklich eine erhebliche Verbesserung, weil wir so viele neue Möglichkeiten haben, das Einkaufserlebnis für unsere Kunden noch angenehmer zu gestalten.

Marketing: Liegt euch sonst noch etwas auf dem Herzen?

Michael Sporrer: Ich habe in diesem Jahr gesehen, dass ich mich auch in schwierigeren Zeiten auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen kann. Ich sehe optimistisch und positiv ins neue Jahr, und hoffe das im zweiten Halbjahr einigermaßen Normalität zurückkehrt!

Marketing: Das ist doch ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für das Interview!

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