Was ist ein Industrie-PC? Teil 2: Energieeffizienz

Teil 1 unserer aktuellen Wissens-Reihe rund um den Industrie-PC hat überzeugt? Dann legen wir direkt nach! Im zweiten Teil unserer Blog-Serie zu den robusten Rechensystemen geht es um die energieeffiziente Bauweise der Systeme. Weshalb das so wichtig ist? Wir klären auf.

Energieeffiziente Industrie-PCs: Nicht nur für die Geldbörse angenehm

In Teil 1 unserer Blog-Reihe sind wir darauf eingegangen, weshalb Metallgehäuse für Industrie-Computer unumgänglich sind. Wir haben gelernt, dass eine robuste Schale wichtig ist für sowohl Robustheit, als auch Wärmeentwicklung in Kombination mit der Abwärme der IPCs. Letzteres ist ein guter Grund und weiterer wichtiger Faktor für folgende Eigenschaft von Industrie-PCs: Energieeffizienz. Die Gründe, weshalb IPCs nicht unmengen an Energie verbrauchen sollten, sind folgende:

  1. Industrie-PCs laufen nicht selten 24 Stunden die Woche, 360 Tage im Jahr. Der Dauerbetrieb der Computer ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu den PC-Systemen aus der Consumer-Liga. Verbraucht ein Computer weniger Strom, kostet das den Betreiber weniger Geld. Ganz nebenbei wird der Industrie-PC dadurch aber auch langlebiger.

  2. Ist ein System in einer geschlossenen Installation verbaut (wie in Bankautomaten, in Fahrzeugen oder in Messstationen), muss sichergestellt werden, dass eine erhöhte Temperaturentwicklung durch Abwärme, welche durch die kleinen Computer freigesetzt werden, die Installation nicht gefährdet. Doch wie kann sichergestellt werden, dass die Systeme nur ein Minimum an Wärme produzieren? Der Schlüssel zu einer niedrigen Wärmeentwicklung ist die Auswahl von sogenannter „Low-Power“ Hardware, also PC-Komponenten mit geringem Energieverbrauch. Verbraucht ein Prozessor (auch: CPU) oder ein RAM-Riegel nur ein Mindestmaß an Energie, wird im Umkehrschluss auch weniger Energie, in Form von Wärme, an die Umgebung abgegeben. Energieeffiziente Computer (im Englischen: Low-Power Consumption) mögen auf den ersten Blick also vielleicht lediglich als „nice to have“ gelten. Auf den zweiten Blick hingegen macht dieses Merkmal die soliden Mini-PCs erst zu dem, was sie sind. 


Ein Beispiel gefällig? Wir haben da zufällig etwas vorbereitet:

Umweltbewusst und leistungsstark: Der BOX N4100

Der lüfterlose BOX N4100 ist ein ultrakompakter Industrie-PC (man spricht auch von sogenannten „Embedded-PCs“) mit gerade einmal 0,22 Liter Volumen. Der IPC benötigt dank seiner Maße von 115 x 76 x 25 Millimetern kaum Platz und passt in jede noch so kleine Installation. Doch trotz seiner niedlichen Größe steht der Mini-PC seinen größeren Kollegen in puncto Leistung in nichts nach. Die Wiedergabe von zweimal 3840 x 2160 Pixeln – sprich 4K – bei einer Frequenz von 60 Hertz ist kein Problem für das kleine Powerpaket und macht ihn besonders für Digital-Signage-Anwendungen interessant. Sie denken jetzt vielleicht: „Wahnsinn, der verbraucht bestimmt jede Menge Strom“? Könnte man meinen. Tatsächlich verbraucht der kleine Sympathieträger unter Volllast maximal 19 Watt. Zum Vergleich: Unser KUMO IV verbraucht im sogenannten „Idle Modus“ (also: Ruhemodus) bereits 45 Watt. Der BOX N4100 hingegen erreicht im Idle Modus Maximalwerte von 3 Watt. Unterm Strich ein Kosten-Nutzen-Verhältnis das sich sehen lassen kann.

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